Green Money – Das Kreuz mit grünen Geldanlagen!

Green Money – Das Kreuz mit grünen Geldanlagen!

Wer nachhaltig investieren will, hat es schwer. Viele mittelständische Öko-Firmen versprechen große Renditen mit Unternehmensanleihen – Weltrettung inklusive, doch am Ende landen die meisten in der Insolvenz. Wie kann man besser anlegen?

Wer ökologisch investiert, sollte Kompromisse machen!

Die Stiftung hat es schon länger gewusst, dass es um die Anbieter ökologischer nicht so gut bestellt ist. Vor einiger Zeit nahm man über zwanzig Ökofonds einmal unter die Lupen und konnte gerade mal einem einzigen Ökofonds die Note „ausreichend“ geben. Der große Rest wies eklatante Mängel auf. Zwei Punkte vielen dabei besonders negativ auf. Erstens, die überzogenen Renditeversprechen; und zweitens, die mangelnde Transparenz bei den Bilanzen und Vermögenswerten.
Und Anbieter, die tatsächlich mal gute Noten erreichen, lassen sich diese Sicherheit und Seriosität meist gleich so viel an Gebühren kosten, dass dadurch die schöne Rendite wieder in den Keller rauscht.

Strategie für grüne Geldanlagen

Finanzexperten raten daher, sich von der reinen Lehre zu verabschieden und Kompromisse zwischen Geldanlage und grünem Gewissen einzugehen. Konkret bedeutet das, eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Rentabilität zu finden. Was jedoch aktuell mit der großen Mehrzahl der ökologisch ausgerichteten Geldanlagen nicht funktioniert. Wer also unbedingt ökologisch investieren will, muss daher bereit sein, auch bei der Rendite Abstriche zu machen.
Das kann im Extremfall beispielsweise bedeuten, dass man, statt die Welt zu retten, einfach sein Festgeld oder Tagesgeld bei einer der inzwischen zahlreichen Öko-Banken anlegt. Diese haben sich verpflichtet mit dem Geld ihrer Anleger nachhaltig zu wirtschaften.

Investieren nach der “Best-in-class”-Methode

Für ökologische Geldanleger bietet sich die „Best-in-Class“-Strategie an. Nach dieser Methode ist eine Geldanlage schon dann als ökologisch und nachhaltig einzustufen, wenn das dahinter stehende Unternehmen auf bestimmten Sektoren schon mal nachhaltiger wirtschaftet als die direkten Konkurrenten.
Und wer schließlich doch ein ökologisches Startup oder eine neue Umwelttechnologie fördern will, der sollte nicht sein gesamtes Anlagekapital in Genussrechte oder Unternehmensanleihen stecken. Denn man muss immer den Totalverlust dieser Geldanlage einkalkulieren.