Mehr Schutz beim Online-Shopping!

Mehr Schutz beim Online-Shopping!

Fast jeder kennt das: Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfziffer eingeben – doch so leicht wird das Online-Shopping in Zukunft nicht mehr sein. Zusätzliche Schritte zur Identifizierung sollen vor allem das Zahlen per sicherer machen.

2-Wege-Authentifizierung

Ab sofort wird man neben Username und Passwort bei immer mehr Online-Shops einen zusätzlichen Nachweis der Identität benötigen. Das schreibt die Bafin zum Schutz vor der sich immer weiter ausbreitenden Internetkriminalität vor. Eine „2-Wege-Authentifizierung“ soll Online-Betrügern das Datenstehlen erschweren. Die Finanzaufsicht verlangt deshalb für jeden Einkauf ab 30 Euro eine zweite Sicherheitsabfrage. Je nach Händler kann das ein zusätzliches Passwort sein oder ein PIN, eine SMS aufs Handy, ein Fingerabdruck oder sogar ein Retina-Scan ist für die Zukunft denkbar. Wer dagegen weiter oldschool auf Rechnung kauft oder per Vorkasse und PayPal zahlt, für den ändert sich nichts.

Zu wenig Sicherheit bei Kreditkarten

Damit will die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen) für mehr Schutz vor Internetkriminalität sorgen. Denn bisher haben die Diebe von Kreditkarten leichtes Spiel – alle Angaben, die man zum Bezahlen benötigt, stehen auf der Karte drauf.

Wer in Zukunft eine fremde Kreditkarte findet oder stiehlt, soll nicht mehr ohne weiteres auf Kosten des Geschädigten im Internet einkaufen können. Im realen Ladengeschäft wird ab hundert Euro aufwärts meist noch der Personalausweis als zusätzliche Identifikation verlangt. Bei den meisten Online-Händlern reicht es dagegen aus, die Kartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfziffer anzugeben. Teilweise besteht sogar die Möglichkeit für Stammkunden, die regelmäßig mit Kreditkarte zahlen und deren Daten bereits beim Online-Händler gespeichert wurden, mit nur einem einzigen Klick zu bezahlen.