Steuerfallen beim ebay-Handel vermeiden!

Steuerfallen beim ebay-Handel vermeiden!

Privat oder gewerblich?

Was viele nicht wissen: Ob man lediglich privat oder bereits gewerblich verkauft, entscheidet im Streitfall der Richter. Wer regelmäßig ertragreiche und gewinnbringende Verkäufe tätigt, handelt bereits unternehmerisch. Schon ab 50 Verkäufen innerhalb eines Vierteljahres gilt man bei vielen Richtern bereits als Gewerbetreibender mit entsprechender Steuerpflicht. Die eigene Angabe, dass man sich als Privat-Verkäufer sieht, reicht nicht aus.

Weiterverkäufe sind steuerpflichtig

Auch private Verkäufer müssen Steuern zahlen, wenn sie Artikel extra günstig kaufen, alleine zu dem Zweck des lukrativen Weiterverkaufs, dann stuft das Finanzamt das als „gewerbsmäßig“ ein. In der jährlichen Steuererklärung müssten derartige Gewinne und der Rubrik „Sonstige Einkünfte“ angegeben werden.

Vorsicht Gewerbe!

Liegt ein Gewerbe vor, dann kommen auf den Verkäufer gleich Arten von Steuern zu. Neben der Einkommenssteuer verlangt das Finanzamt noch eine Umsatzsteuer. Sie wird fällig, wenn die Umsätze mehr als 17.500 Euro brutto betragen. Bei wem die Gewinne sogar 24.500 Euro im Jahr übersteigen, der wird zudem noch an seinem Wohnort gewerbesteuerpflichtig.

Der Fiskus hat aufgerüstet

Die Zeiten, in denen in den Finanzämtern mit Lochkarten abgerechnet wurde, sind längst vorbei. Heute arbeiten die Steuerfahnder mit modernster Software. Mit Xpider finden sie mühelos die Händler, die regelmäßig größere Posten Neuware auf verkaufen. Doch wer meint, einfach auf einer anderen Plattform zu verkaufen, ist auf dem Holzweg. Die Fahnder sind auf allen Auktions- und Verkaufsplattformen unterwegs.