Wie der Steuerzahler zum Steuersparer wird!

Die für 2014 steht ins Haus. Bis Jahresende hat der Steuerzahler noch viel zu tun – mit cleveren Tipps und Tricks können jedoch signifikante Zuschüsse sichergestellt und die minimiert werden. Hier ein kurzer Überblick, was es dabei zu beachten gilt.

Stichtag beachten!

Der wichtigste Faktor zur Minderung der eigenen Steuerlast ist natürlich die fristgerechte Abgabe Ihrer Steuererklärung. Üblicherweise ist der 31. Mai der Stichtag für die Vorjahreserklärung – 2015 bleiben zwei Tage mehr.

Seit diesem Jahr liegt der Grundfreibetrag bei 8.354 Euro für Singles und bei 16.708 Euro für gemeinsam veranlagte Ehegatten. Der Arbeitnehmerpauschbetrag steht seit 2011 bei 1.000 Euro. Und auch der Sparerfreibetrag, der Freistellungsauftrag und die Kontoführungsgebühren sind wichtige Instrumente beim Steuern sparen.

Die Wahl der Steuerklasse kann sich positiv auf die monatliche Liquidität auswirken. Steuerersparnisse sind hierbei jedoch nicht drin!

Trautes Heim

Häusliche Arbeitszimmer können sich lohnen, sollte Ihnen Ihr Arbeitgeber keinen adäquaten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Auch die leidigen Handwerkerkosten im Eigenheim sorgen am Ende des Jahres wenigstens für ein Trostpflaster. Hierbei zählen jedoch nur die Arbeitsstunden – Materialkosten bleiben bei Renovierung, Erhalt oder Modernisierung im Privathaushalt außen vor. Nur als Vermieter haben Sie die Möglichkeit, diese unbegrenzt geltend zu machen.

Ebenso die berufliche Nutzung eines privaten Telefons, genauso wie Umzug und Fahrtkosten, wenn sie beruflich bedingt sind, können Sie unter Werbungskosten absetzen.

Und sogar für die Haushaltshilfe, den Gärtner oder Winterdienst winken steuerliche Vergünstigungen von exakt 20 Prozent.

 

Naturkatastrophen gelten als außergewöhnliche Belastung! Eine Reparatur oder Wiederbeschaffung kann abgesetzt werden, dabei darf das Ereignis aber nicht länger als drei Jahre zurückliegen.

 

Sonstige

Seit 2013 kann ein höherer Anteil an Vorsorgeaufwendungen geltend gemacht werden. Dazu gehören Rentenversicherungsbeiträge genauso wie Zusatzversicherungen.

Auch bei Sonderausgaben existiert ein Pauschbetrag: Ledige können 36 Euro, Verheiratete 72 Euro geltend machen. Zu den Sonderausgaben gehört etwa die gezahlte Kirchensteuer oder Spenden.

Wenn Sie sich in einem Verein engagieren, also ehrenamtlich arbeiten, bleibt auch dieser Verdienst steuerfrei. So können Sie sich bis zu 2600 Euro jährlich ohne lästige Abgaben nebenher verdienen.

 

Bei Ihrer Steuerklärung zählt immer nur das Datum der Überweisung! Wenn Sie beispielsweise dieses Jahr noch eine Reparatur in Auftrag geben, die Rechnung aber erst 2015 begleichen, dann wird auch die steuerliche Vergünstigung ins nächste Jahr fallen!