Zinsprognosen – Das Märchen der vorhersagbaren Zinsen für Anleihen & Co.!

Zinsprognosen sollen für die Anleger eine Entscheidungshilfe sein. Doch Untersuchungen zeigten auf, dass über die Hälfte aller Zinsprognosen falsch waren.

Glücksspiel Vorhersage!

Andersherum gesagt: Hätte man die Zinsentwicklung mit einem Würfel vorhergesagt, hätte man fast besser gelegen. Ode noch besser: Nicht die Prognosen zeigen, in welche Richtung der Zins geht, sondern die Zinsentwicklung bestimmt die Richtung der Prognosen.
Die meisten Finanzexperten machen nämlich nichts anderes, als der tatsächlichen Zinsentwicklung mit ihren „eigenen Prognosen“ zu folgen – und zwar so geschickt, dass viele Anleger denken, sie hätten die Zinsentwicklung tatsächlich prognostiziert.

Experte gewinnt!

Der Börsenexperte erzeugt so für sich eine Win-Win-Situation. Denn wenn er falsch liegt, zweifeln alle an seiner Kompetenz. Sollte er ausnahmsweise mal Recht habe, dann wird es als Glück abgetan. Folgt er jedoch zeitnah der aktuellen Zinsentwicklung liegt er immer richtig.
Das Geld für kostenpflichtige, teure Finanzbriefe kann man sich also sparen.
Was man als Anleger vor dem Kauf von tun kann, ist, einfach eine Münze zu werfen. Damit liegt man schon mal zu 50 Prozent richtig. Besser ist es jedoch, sein Anlagekapital zu streuen und „nicht alle Eier in denselben Korb zu legen“. Sollte sich die Anleihe schlecht entwickeln, dann ist der Verlust nicht ganz so groß.
Performed sie gut, dann umso besser!