Vorsicht vor Online-Diebstahl!

online-banking erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Bankkunden. Ist es doch unkompliziert von zu Hause aus zu erledigen und gilt noch dazu als sicher. Ein neuer Fall von Online-Diebstahl lässt daran jedoch ernsthafte Zweifel aufkommen.

Diebe erbeuten 80.000 Euro

Fast 80.000 Euro erbeuteten die Betrüger, als sie die Zugangsdaten einer Bankkundin knackten und deren Giro-Konto per Online-Banking leer räumten. Dabei hatte die Betrogene eigentlich alles richtig gemacht. Per mTan-Verfahren regelte sie ihre üblichen Bankgeschäfte und ahnte dabei nicht, dass auch dieses System enorme Sicherheitslücken bietet.

Ein scheinbar sicheres Verfahren

Beim mTan-Verfahren wird eine passwortgeschützte Überweisung zunächst am Computer getätigt. Bevor diese jedoch abgeschickt wird, erhält der Nutzer eine Transaktionsnummer auf sein Handy, die in den Computer eingegeben werden muss. Erst dann ist die Überweisung abgeschlossen. Als Sicherheitsrisiko erwies sich in diesem Fall der Mobilfunk-Vertrag. Die Diebe mussten lediglich eine neue Sim-Karte beim Anbieter anmelden und bekamen so die Tan-Nummern. Die eigentliche Sim-Karte der Kontoinhaberin wurde still gelegt. Alles weitere wie etwa die Beschaffung des Passworts gelang dann mittels einfacher Trojaner.

Besser Tan-Generator verwenden

Experten empfehlen daher statt der Telefonvariante einen Tan-Generator zu verwenden. Dabei wird die EC-Karte in das Gerät gesteckt und die erzeugt. Ohne EC-Karte ist eine Überweisung demnach nicht möglich und unbemerkte Online-Diebstähle können ausgeschlossen werden. Einen Tan-Generator erhält man problemlos bei der eigenen Bank für maximal 20 Euro – eine Investition, die sich sicher lohnt.