Steuererklärung – Krankheitskosten nicht immer absetzbar!

Steuererklärung – Krankheitskosten nicht immer absetzbar!

Kosten für Heilpraktiker, Brillen, Zahnersatz, Physiotherapie, Akupunktur und Fahrtkosten sind typische Krankheitskosten, die als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzbar sind. Doch nicht immer sind sie so einfach absetzbar.

Hat der Steuerpflichtige Mehrkosten beispielsweise aufgrund einer chronischen Krankheit, dann kann er diese in seiner als außergewöhnliche Belastung geltend machen und dafür eine Steuererleichterung beantragen.

Finanzamt darf ablehnen

Doch dem Finanzamt bleibt es stets überlassen, alle Mehrkosten zu überprüfen und gegebenenfalls abzulehnen, falls die Mehrkosten den Einkommensverhältnissen durchaus zuzumuten sind.
So entschied es jüngst der Bundesfinanzhof gegen ein klagendes Ehepaar.

Jeder muss sich an Krankheitskosten beteiligen!

Konkreter Fall: Ein steuerlich gemeinsam veranlagte Paar gab als außergewöhnliche Kosten unter anderem jährliche Praxisgebühren von 120 Euro an und Medikamentenzuzahlungen von 55 Euro. Doch das zuständige Finanzamt erkannte diese Mehrkosten nicht an, da es bei einem Einkommen von knapp 36.000 Euro durchaus noch zumutbar sei und damit keine außergewöhnliche Belastung darstellte.
Es sei, so die Richter außerdem verfassungsgemäß, dass auch Menschen, die von der Grundsicherung oder von der Sozialhilfe lebten Zuzahlungen bis zu einer Höhe von zwei Prozent leisten müssten.

Zumutbare Belastungen

Diese Höhe richtet sich nach der Höhe aller Einkünfte, ebenso nach der Zahl der Kinder und auch nach der Steuerklasse.
Tipp: Krankheitskosten in jedem Fall in der Steuererklärung angeben. Denn es gibt keine fixen Grenzen.