So funktioniert die Selbstanzeige

SteuerhinterziehungDer Fall „Uli Hoeneß“ bringt das Thema wieder mit voller Wucht in den Fokus der Öffentlichkeit. Aktuell ist das Thema „“ Streitpunkt in der Politik. Ist es gerechtfertigt, sich Straffreiheit erkaufen zu können? Doch nicht nur für Reiche kann eine ein Ausweg sein.

Sich selbst anzeigen kann man sich immer und für jede Straftat. Meist wirkt sich dies dann im Verfahren strafmildernd aus. Anders im Steuerrecht: Hier kann eine Selbstanzeige ein Strafverfahren unter Umständen ganz verhindern. Der Betroffene muss bei korrekter Anwendung nur die Steuerschuld plus sechs Prozent Zinsen an den Fiskus abtreten.

Wer seine nicht korrekt gezahlt hat, kann zur Beratung einen Anwalt hinzuziehen, der bei der korrekten Formulierung der Anzeige behilflich ist. Nach Einreichung der Selbstanzeige wird von den Behörden geprüft, ob diese rechtzeitig und richtig eingegangen ist. Nur dann besteht Straffreiheit.

Offiziell gilt, dass nur Summen bis jährlich 50.000 Euro straffrei zur Anzeige gebracht werden können. Doch wer darüber liegt, hat immer noch die Möglichkeit, 5 Prozent extra in die Staatskasse einzubezahlen und auch damit einem Verfahren aus dem Weg zu gehen.

Die vollen Konsequenzen seiner Handlung muss tragen, wer die Selbstanzeige entweder nicht korrekt durchführt oder ohne Selbstanzeige bei der Steuerhinterziehung erwischt wird. Ab 100.000 hinterzogenen Euro besteht die Gefahr einer Freiheitsstrafe. Ab 1 Mio. Euro kann diese nur noch unter besonderen Umständen zur Bewährung ausgesetzt werden.