Seit 2015 winken höhere Freigrenzen für Sachgeschenke

Gute Kunde für alle Chefs und deren Mitarbeiter: Bei den kleineren Geschenken zeigt sich das Finanzamt etwas großzügiger als bisher.
Bei den Steuervergünstigungen für Sachleistungen und Geschenke erhöht sich der Freibetrag von 40 Euro auf 60 Euro – immerhin 50% mehr!

pro Ereignis

Damit jedoch eine Sachleistung als steuerbefreites Geschenk anerkannt wird, müssen ein paar Bedingungen erfüllt sein. So muss es für das Geschenk einen Anlass geben, wie z. B. Geburtstag, Hochzeit oder Dienstjubiläum.

Das Interessante dabei ist, dass sich der Wert von 60 Euro nicht auf den Monat oder das Jahr, sondern auf das jeweilige, persönliche Ereignis bezieht. Kommen also bei einem Arbeitnehmer in einem Monat mehrere außergewöhnliche Ereignisse, wie Geburtstag und Firmenjubiläum, zusammen, dann kann es auch mehrere Sachgeschenke im Wert von jeweils 60 Euro geben. Entsprechende Regelungen kann man in R 19.6. Abs. 1 der Lohnsteuerrichtlinien nachlesen.

Ausdrücklich Sachleistungen

Dabei ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Steuerbefreiung ausschließlich für Sachzuwendungen gilt. Hingegen sind Geldgeschenke – selbst unterhalb der Grenze von 60 Euro – immer steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Arbeitsessen: Schlemmen bis 60 Euro!
Die Freigrenze für Arbeitsessen wurde ebenfalls auf 60 Euro angehoben. Die 60-Euro-Grenze gilt pro Arbeitsessen und teilnehmendem Mitarbeiter. Um in den Genuss der Steuerbefreiung zu kommen, muss es sich allerdings um einen außergewöhnlichen Anlass für das Arbeitsessen handeln. Ein normales Mittagessen des Vorgesetzten mit seinem Mitarbeiter fällt leider nicht darunter.