Pick-ups: Kfz-Steuern sparen durch Lkw-Anmeldung?

Pick-ups sehen schick und cool aus. Allerdings kosten sie auch ordentlich. Viele Käufer kalkulieren nun damit, dass man mit einer Lkw-Zulassung -Steuern sparen kann. Stimmt das?

Ob ein Pick-up steuertechnisch als Lkw gilt, kann nicht pauschal mit „Ja“ beantwortet werden, sondern hängt vom jeweiligen Modell ab. Für eine erste Einschätzung sollte erstmal die Faustformel dienen, dass die Ladefläche größer sein muss als der Fahrgastraum, damit ein Fahrzeug als Lkw gilt. Da die Pick-ups in Deutschland gerne mit Doppelkabinen verkauft werden, ist dieses Verhältnis nicht immer gegeben. Dann wird für den Pick-up der wesentlich höhere Steuersatz für Pkw fällig, der sich nach dem Hubraum richtet, anstatt der günstigeren für Lkw, die sich nach dem Gewicht des Fahrzeugs richtet.

Dem schlauen Plan, seinen Pick-up als Lkw laufen zu lassen, könnten noch weitere Aspekte dagegen sprechen. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn das Fahrzeug schneller als 170 km/h fährt und/oder fünf Sitzplätze bietet. Diese Kriterien treffen leider für die meisten hier erhältlichen Pick-ups zu.

Einstufung ab Werk nicht maßgeblich

Nicht relevant ist jedoch, ob das Gefährt ab Werk als Lkw eingeordnet wird. Zuständig für die steuerliche Einteilung ist alleine der deutsche Zoll. Allerdings hat das Amt Ermessensspielraum. Sollte man glaubhaft versichern können, dass das Fahrzeug hauptsächlich zum Transport von Gütern verwendet wird, kann der Zoll den Pick-up steuertechnisch auch als Lkw behandeln.

Langfristig keine Ersparnis

Bei der Abwägung von Kosten und Nutzen einer steuerlichen Behandlung als Lkw gilt es jedoch, gut abzuwägen. So spart man zwar erst einmal Steuern, doch könnte diese Ersparnis schnell für die Kfz-Versicherung draufgehen. Denn die Kasko-Versicherungen für Lkw sind teurer als die für Pkw.