Frauen bekommen auch 2016 deutlich weniger Gehalt!

Frauen bekommen auch 2016 deutlich weniger Gehalt!

Gender Pay Gap – lautet der smarte Begriff für die Ungerechtigkeit beim von Männern und Frauen. Lässt sich das wirklich nicht schneller ändern?

Denn nach wie vor hat sich Lücke beim Gehalt zwischen männlicher und weiblicher Belegschaft nicht nennenswert geschlossen. Wobei sich die Ungleichbehandlung weniger bei den normalen Angestellten, als vielmehr beim Management zeigt.

Eine Studie hat jüngst ermittelt, dass das Gehalt von Frauen im Durchschnitt immer noch 22 Prozent unter dem Gehalt der Männer liegt. Wobei das mit den Durchschnittswerten stets genauer beleuchtet werden muss. Denn ein Teil des Gehaltsunterschiedes liegt auch in der Berufswahl begründet. Während Frauen überwiegend in sozialen, kreativen Branchen arbeiten, in denen die Gehälter geringer sind, so verhält es sich bei Männern genau umgekehrt. Sie arbeiten häufig in technischen und wirtschaftlichen Berufen, in denen generell mehr gezahlt wird.

Dennoch bleibt eine ungerechtfertigte Benachteiligung der Arbeitnehmerinnen unleugbar bestehen. Denn auch wenn sie die gleichen Aufgaben und Anforderungen wie ihre männlichen Kollegen erfüllen, liegt ihr Verdienst immer noch sieben Prozent niedriger.
Das Paradoxe dabei: Häufig beenden Frauen Schule oder Studium sogar mit einem besseren Abschluss als die Männer.

Ursachen der Gender Pay Gap

Die Ursachen für die Gender Pay Gap sind vielfältig. Ein wichtiger Aspekt ist die Familienplanung. Die monate- oder teilweise sogar jahrelange Berufspause lässt die Kluft im Gehaltsgefüge größer werden, da die Kontinuität gebrochen ist.
Die Gender Pay Gap zu überwinden wäre nicht zuletzt auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe, da Frauen aufgrund des ungleichen Gehalts am Ende ihres Berufslebens auch weniger Rente bekommen als die Männer. Häufig müssen das der Staat respektive die Gesellschaft mit Leistungen aus der Grundsicherung wieder ausgleichen.