Baufinanzierung: Oft schlechte Beratung und überhöhte Kredite

Baufinanzierung KreditAufgrund der aktuellen Niedrigzinsen geht der Trend hin zur als Geldanlage. Doch die muss erst einmal finanziert werden. Der Normalbürger hat ein wenig beiseitegelegt und leiht sich den Rest von der Bank. Doch ein Test zeigt: Viele Kreditinstitute beraten schlecht und der Kunde zahlt drauf!

Stiftung Warentest hat 21 Kreditinstitute in puncto Kreditberatung getestet und teils mangelhafte Zustände festgestellt. Den Ausgangsfall bildete ein Ehepaar, das sich für 260.000 Euro eine Eigentumswohnung kaufen möchte. Etwa ein Drittel des Kaufpreises ist bereits angespart. Eigentlich eine Routineangelegenheit für einen Kundenberater.

Doch nur die Frankfurter Volksbank und die Sparda Baden-Württemberg konnten mit einem vernünftigen Kreditangebot und guter Beratung aufwarten. Erhebliche Mängel dagegen finden sich bei der Postbank, Hypovereinsbank und der ostsächsischen Sparkasse Dresden.

Die erste Hürde war oft schon, eine angemessene Kreditrate für die Kunden zu bestimmen. Ganze 20 Prozent der Berater schlug eine Rate vor, die über 150 Euro pro Monat über dem angestrebten Limit lag. Auch die komplette Kreditsumme war in vielen Fällen zu hoch. Zum Teil wurde den Kunden geraten, den gesamten Kaufpreis durch einen zu finanzieren, obwohl schon ein beträchtlicher Eigenanteil vorhanden war.

Der größte Unterschied zwischen guten und schlechten Angeboten macht der Zins aus. Zum Teil wurden bis zu einem Prozent mehr Zinsen verlangt. Im Beispielfall macht das in 15 Jahren ganze 30.000 Euro aus.

Tipp: Man sollte nie unvorbereitet in ein Beratungsgespräch gehen. Wer sich informiert, kann schlechte Angebote leichter erkennen.

Außerdem sollte man sich bei mehreren Instituten beraten lassen und dann das für sich beste Angebot heraussuchen.