Aktien

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Hohe Renditen sind möglich

stellen langfristig die beste Geldanlage dar. Keine andere Anlageform erwirtschaftet eine vergleichbar hohe Rendite wie die Strategie: kaufen und verkaufen.

Dabei sind die Vorgehensweisen wie man zu einer hohen Rendite kommen kann , sehr unterschiedlich.

Strategien der Broker

Als kurzfristige Anlage eignet sich vor allem das schnelle „Aktien kaufen und verkaufen“. Kleinste Kursveränderungen werden dabei von den Aktienhändlern genutzt, um große Aktienpakete zu verschieben, deren Volumina so umfangreich sind, dass sich minimale Kursschwankungen zu großen Gewinnen summieren.

Mittlerweile übernehmen häufig schon computergestützte Handelssysteme das Kaufen und Verkaufen von Aktien. Der Broker gibt die Strategie vor und im Millisekunden-Takt werden Käufe und Verkäufe aller möglichen an der Börse gehandelten , , , und getätigt. Mit dem klassischen Aktienhandel hat dies nicht mehr viel zu tun.

Strategien der Privatpersonen

Viele Anleger, die Aktien kaufen und verkaufen wollen, lassen sich davon beeindrucken und anstecken und versuchen, es den Brokern gleich zu tun. Davor sei jedoch gewarnt. Denn für den Privatanleger ist das häufige Kaufen und Verkaufen von Aktien Gift, da für jede Transaktion Kosten und Gebühren anfallen, die häufig den beabsichtigten Kursgewinn bereits wieder eliminieren.

Auch wenn es altmodisch klingt, unabhängige Finanzinstitute haben ermittelt, dass man am besten damit fährt, sich ein möglichst breit gestreutes Aktien-Portfolio zuzulegen, es im Safe aufzubewahren und sich nach zwanzig oder dreißig Jahren über die Rendite zu freuen. Anleger, die innerhalb dieses Portfolios Aktien kaufen und verkaufen wollen, sollten dies nur in Ausnahmefällen tun. Etwa im Falle einer drohenden Unternehmenspleite oder falls sich ein Wertpapier als dauerhafter Rohrkrepierer erweist.

Anlage in

Anleger, die ständig einzelne Aktien kaufen und verkaufen, sollten die Anlagestrategie ändern. Denn als günstiger und effizienter erweist sich der Erwerb von Paketen, wie etwa dem Aktienfonds Deutschland. Darin befinden sich die erfolgreichsten Dax-Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Betrachtet man dazu die langfristige Entwicklung des Dax, die sich stetig nach oben entwickelt, so scheint dies eine relativ sichere Strategie zu sein.

Ein Haken ist allerdings dabei, denn man macht sich damit von einer einzigen Volkswirtschaft abhängig. Es handelt sich dabei zwar um eine der leistungsfähigsten Exportnationen der Welt, doch aus der jüngsten Vergangenheit weiß man, dass ein oder zwei Degradierungen durch die bekannten und berüchtigten Ratingagenturen, auch eine gesunde Volkswirtschaft stark in die Bredouille bringen können. Von etwaigen Dominoeffekten auf andere Länder ganz zu schweigen.

International investieren

Daher raten führende Anlageexperten, stattdessen in Indexfonds aus dem gesamten Euroraum zu investieren, beispielsweise mit dem . Man muss hier nicht von jedem einzelnen Land Aktien kaufen und verkaufen, denn es gibt verschieden -Portfolios schon fest verschnürt. Der Vorteil bei dieser Anlage besteht darin, dass man das Anlagerisiko streut. Auch wenn die Aktien eines Landes schwächeln, so werden diese Verluste durch die Renditen der Wertpapiere der übrigen Länder wieder egalisiert.

Risikostreuung

Eine intelligente Depotaufteilung bringt daher viel mehr, als das ständige Kaufen und Verkaufen von Aktien. Als bewährte Regel gilt, dass der nationale Anteil im eigenen Depot nicht größer als ein Drittel sein sollte. Der eher bequeme Anleger füllt dann die restlichen zwei Drittel einfach mit internationalen Indexfonds auf und lehnt sich zurück. Und wem selbst der Euro-Raum zu eng wird, der kann mit dem Weltaktienindex MSCI Welt auch ganz global investieren.

Text: Stefan Benaburger