Gold & Edelmetalle

Gold: Rendite vs. Sicherheit
Krisenbollwerke Gold und Edelmetalle
Wer all den bunten und komplizierten Finanzprodukten nicht traut, der investiert in Gold und Edelmetalle. Silber, Platin, Palladium und natürlich Gold – Edelmetalle erzielen in diesem Jahr so hohe Preise wie seit über 10 Jahren nicht mehr. Denn vor allem in Krisenzeiten, wie beispielsweise in der Euro-Finanzkrise von 2011, gilt Gold als wertbeständigste Geldanlage überhaupt. Vergleichbar vielleicht nur mit Porsche-Aktien oder einer Immobilie in der Toskana.
Gold: Rendite vs. Sicherheit
Doch bei dem Thema Geldanlage in Gold und Edelmetalle empfiehlt es sich, zu differenzieren. Gold ist nicht die beste Wertanlage, weil es die beste Rendite abwirft, sondern Gold und Edelmetalle gelten vor allem als bester Schutz gegen eine Inflation. Regelmäßig steigt der Preis für Gold & Edelmetalle in Krisenzeiten, doch genauso stark fallen die Kurse auch in den „guten Zeiten“. Aufgrund dieser Kursschwankungen sollte man Gold und Edelmetalle niemals nur alleine als Geldanlage nutzen, sondern immer in Kombination mit renditestärkeren und / oder stabileren Geldanlagen wie Aktien oder Bundeswertpapieren.
Gold privat deponieren
Bei dem Thema Geldanlage in Gold und Edelmetalle müssen Finanz- und Anlageberater meist erst einmal Aufklärungsarbeit leisten. Meinen doch viele Kunden noch immer, dass man sein Anlagekapital am besten in Form von Gold- und Silberbarren im Bankschließfach deponieren sollte. Doch als vernünftiger Inflationsschutz eignen sich Investitionen in Edelmetall-Zertifikate oder eine Beteiligung an Goldfonds wesentlich besser. Wer Angst vor einem worst-case hat und schon die Apokalyptischen Reiter durch Frankfurt, London und Manhattan fegen sieht, der kann auf Gold und Edelmetalle in Form von Barren setzen, sollte diese jedoch nicht in einer Bank aufbewahren, sondern besser im eigenen Keller. Denn bei einer Bankenpleite kommt man nicht so einfach an sein Gold im Schließfach, da man erst das Eingreifen der Bankenaufsicht BaFin abwarten muss.
Infos zu Goldfonds
Wer in Goldfonds investieren möchte, sollte wissen, dass es in Deutschland gar keine reinen Goldfonds gibt. Der maximal Anteil beträgt 30 Prozent in Gold oder Edelmetalle. Der Vorteil von Gold- und Edelmetallfonds (ETF) ist, dass selbst die Insolvenz eines Anbieters das Anlagekapital nicht gefährdet. Der Nachteil bei Fonds besteht darin, dass für die Verwaltung derselben Ausgabeaufschläge und Managementgebühren zu bezahlen sind.
Zertifikate und ETC: Gold und Edelmetalle
Da Goldfonds in Deutschland dem oben beschriebenen Streuungsgebot unterliegen, bieten einige Finanzinstitute Zertifikate oder Exchange Trade Commodities (ETC) an. Die Gebühren sind dabei niedriger als bei gemanagten Fonds, allerdings ist auch das Risiko höher. Wird der Anbieter dieser Wertpapiere insolvent, ist auch das Kapital des Anlegers hinüber. Allerdings werben einige Institute damit, ihre Fondsanteile direkt und physisch mit Gold und Edelmetallen hinterlegt zu haben, was das Risiko einer totalen Pleite verringert. Dazu sollte man sich vorher informieren.
Goldminen-Aktien
Eine interessante Variante. Vereinigt man hier doch die Stabilität von Gold und Edelmetall mit der Entwicklung des Aktienmarktes. Steigt die Stimmung an der Börse, dann steigen auch die Aktien der Minengesellschaften. Fallen die Kurse, dann steigt meist der Wert der abgebauten Edelmetalle Gold, Silber und Platin. Anlagen in ausländische Minen gelten jedoch als hochriskant, da sie sich oft in politisch instabilen Regionen befinden.
Goldbarren und Goldmünzen
Wem das alles zu kompliziert ist, der kann sein Geld am Bankschalter oder beim Gold- und Edelmetall-Händler in Barren oder Münzen umtauschen. Allerdings sollte man sich vorher gut informieren. Denn zum einen variieren die Preise sowohl zwischen den Anbietern erheblich als auch zwischen den verschiedenen Prägeformen. Zudem erheben Hersteller und Händler Aufpreise für Transport, Versicherung und Prägung, die den Wert der Geldanlage erheblich schmälern.
