Rohstoffe & Sachwerte

Häufige Frage beim Anlageberater: Geldanlage in Sachwerte? Als Antwort dient die Wohnungsmarktentwicklung in 2011: eine zunehmende Zahl an Singles und Privathaushalten in Deutschland. Dies hat auch seine guten Seiten, da der Bedarf an Wohneigentum wieder steigt und damit eine Geldanlage in Sachwerte, sprich in Beton, wieder lohnenswert wird. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Zum einen hängt das mit den gestiegenen Ansprüchen nach mehr Wohnfläche zusammen, aber auch mit der höheren, individuellen Lebenserwartung. Hinzu kommt eine veränderte Arbeitswelt, die immer häufiger die Anmietung einer Zweitwohnung unter der Woche am jeweiligen Arbeitsort notwendig macht.

Welche Vorteile bietet eine Geldanlage in Sachwerte?

Im Prinzip verfügen über klare Vorteile gegenüber anderen Anlageformen – Voraussetzung, dass es sich um eine gute Lage handelt und die Wohnung sich in einem optimalen Allgemeinzustand befindet. Der Hauptvorteil ist, dass eine Investition in eine Immobilie eine weitgehend inflationssichere Geldanlage in Sachwerte ist. Den Begriff „Betongold“ kennt ja mittlerweile jeder, der sich etwas mit Kapitalanlagen beschäftigt.
Der zweite Vorteil ist der, dass Wohneigentum zurzeit außerordentlich günstig finanzierbar ist, da die Darlehenszinsen momentan außerordentlich niedrig liegen.
Hinzu kommt, dass eine in Sachwerte orientierte Geldanlage wie beispielsweise in Immobilien von den Stürmen auf den Finanzmärkten unbeschadet bleibt. Börsenschwankungen oder die Veränderung von Sparzinsen tangieren den Immobilienmarkt nur wenig.

Zahlreiche Steuervorteile

Zudem wissen schlaue Finanzfüchse, dass Immobilien vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung von Steuervorteilen und zur Beantragung diverser Fördermittel bieten. Clevere Anleger nutzen diese Steuervorteile und lassen Sie anschließend direkt wieder in die Tilgung ihres Darlehens einfließen. So macht eine Geldanlage in Sachwerte nicht nur zur Kapitalbildung, sondern auch für die persönliche Steuerentlastung Sinn. Viele große Immobilienprojekte werden auf diese Weise finanziert. Steuervorteile werden dazu systematisch ausgenutzt und von Anfang an in die Kalkulation mit einbezogen.

als Krisenwährung

Beton ist nicht der einzige Sachwert: auch Edelmetalle wie , Silber, Platin und Diamanten eignen sich als Geldanlage. Sachwerte also, auf die man in Notzeiten zurückgreifen, zu Geld machen oder schlimmstenfalls als Tauschwert einsetzen kann. Hoffen wir, dass derartige Verhältnisse niemals wieder eintreten werden. Allerdings sind wir bereits vorgewarnt, durch massive Banken- und Finanzkrisen, die scheinbar alle zehn Jahre passieren. Bisher scheinen sich die Lerneffekte und die daraus gezogenen Konsequenzen jedoch in Grenzen zu halten. Vor allem der Euro-Raum droht zu einem Finanzplatz zu werden, der zwischen den Interessen der USA und des asiatischen Raumes hin- und her geschleudert wird. Solange hier politisch noch kein Wille zu einer zentralen Wirtschafts- und Finanzpolitik zu erkennen ist, tun alle Anleger ganz gut daran weiterhin als Geldanlage Sachwerte wie oben beschrieben in Betracht zu ziehen.

Geldanlagen

Diejenigen, die sich das Thema Geldanlage zum Hobby gemacht haben und sich lieber auf dem virtuellen Börsenparkett aufhalten, investieren auch in Rohstoffe und Agrarprodukten – die auch als Sachwerte gelten. Diese Form der Geldanlage erfordert jedoch ein enormes Know-how sowohl was die Mechanismen an den Börsen anbetrifft, als auch darüber wie Warentermingeschäfte funktionieren und vor allem, welche Risiken damit verbunden sein können. Auf dem Börsenparkett gibt es eben keine Einlagensicherung wie beim Tagesgeld ihrer Hausbank um die Ecke.

Text: Stefan Benaburger