Festgeld

Tollhaus Börse

Der DAX springt übers Börsenparkett wie ein junges Zicklein. Wer mag dabei sein Geld schon in anlegen. Daher erlebt das gute, alte wieder ein fulminantes Revival. Die Anleger rennen den Banken die Türen ein, sobald der Zins auch nur ein oder zwei Zehntel nach oben geht und wollen ihr Kapital in anlegen.

Sicheres Kapital

Schon ab einer Anlagezeit von nur einem Jahr winken bis zu drei Prozent . Dabei kann man sein Geld ruhig in Festgeld anlegen, denn die Einlagensicherung, der sich alle Banken in Deutschland verpflichtet haben, schützt das eingesetzte Kapital im Falle einer erneuten Bankenkrise. Dieser Sicherungsmechanismus fehlt beispielsweise bei einer Geldanlage in geschlossene Fonds oder bei der Zeichnung sog. . Hier haftet der Anleger mit seinem gesamten Investitionskapital falls die dahinter stehende Realwirtschaft ins Straucheln gerät.

Anleger, denen das Geld auf dem Sparbuch zu wenig Zinsen abwirft, tun gut daran, ihr Erspartes in Festgeld anzulegen. Häufig schwanken viele Interessenten zwischen und Festgeld. Doch in der Regel erhält man bei der Anlage in Festgeld höhere Zinsen, da das Kapital stärker gebunden und nicht täglich verfügbar ist. Anleger, die in Festgeld anlegen, sollten sich dieses Unterschiedes bewusst sein.

Hohe Investitionssumme bringt Vorteile

Doch beiden Anlageformen ist gemein, dass die Zinsen für einen bestimmten Zeitraum garantiert sind, unabhängig vom Börsengeschehen oder weltwirtschaftlichen Turbulenzen.  Falls Sie demnächst in Festgeld anlegen wollen, sollten Sie nicht vergessen, vor Ablauf der vereinbarten Anlagedauer dem Geldinstitut die Kündigung mitzuteilen. Anderenfalls wird ihr Festgeld nach Ablauf der Anlagedauer automatisch um die gleiche Dauer wieder angelegt – zu neuen Zinskonditionen.

Wenn man in Festgeld anlegen will, sollte man am besten mit Beträgen ab 5000 Euro aufwärts investieren, denn oftmals erhöht sich der Zinssatz in Abhängigkeit von der eingesetzten Investitionssumme. Oftmals führt ein Gespräch mit der Bank zu attraktiveren Zinsen als offiziell angeboten. Und mittlerweile sind auch die Anlagehorizonte flexibler geworden und bewegen sich von 30 Tagen bis hin zu einem Zeitraum von vier Jahren.

Festgeld anlegen erfreut sowohl den Kunden als auch die Bank. Der Kunde profitiert von attraktiveren Zinsen als auf dem Sparbuch oder auf dem Girokonto. Der Bank dagegen steht langfristig Kapital zur Verfügung, mit dem sie planen und wirtschaften kann. Somit haben beide Seiten Planungssicherheit und attraktive Konditionen.

Noch mehr Vorteile Festgeld

Ein weiterer Vorteil von Festgeld besteht darin, dass keine Gebühren oder versteckte Kosten auflaufen. Es fallen auch keine Depotgebühren an, wie beispielsweise bei Aktien, und auch keine Managementkosten wie bei der Verwaltung eines Investmentfonds.

Im Hinblick auf die Steuer bietet ein Anlegen in Festgeld die Option, dass es lediglich mit 25% Abgeltungssteuer plus Soli-Zuschlag versteuert wird. Damit holt das Festgeld im Vergleich zu Aktien stark auf. Da bei diesen mittlerweile auch Veräußerungsgewinne auf die erzielten Renditen angerechnet werden.

Festgeld anlegen im Ausland

Mittlerweile bietet fast jede Bank und jede Sparkasse eine Geldanlage in Festgeld an. Wer nicht unbedingt auf seine Hausbank fixiert ist, sollte einen seriösen Vergleichsrechner bemühen und sein Festgeld anlegen, wo die Konditionen am besten sind. Auch die örtlichen Verbraucherberatungen haben meist Informationsmaterial zu dem Thema Festgeld auf Lager.

Als Alternative kann man ebenso gut auch in Österreich oder in den Niederlanden sein Festgeld lukrativ anlegen. Auch hier ist das Kapital sicher, da in den EU-Ländern meist eine Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro besteht.

 

Text: Stefan Benaburger