Kapitalanlage

Seit die gesetzliche Rente nicht mehr die Versorgung im Alter garantiert, wird das Thema immer wichtiger. Verunsichert fragen sich viele, was für sie die beste darstellt. Wem kann man trauen? Den sicheren Staatsanleihen wie z.B. Bundesschatzbriefen? Soll man auf Aktien setzen, die sich in einem Aktiendepot über die Jahrzehnte vergolden werden?

Von hoher Bedeutung: die Kapitalanlage

Von hoher Bedeutung: die Kapitalanlage

Oder wählt man doch die eigene Versicherung, bei der man schon seine Lebensversicherung abgeschlossen hat, für seine persönliche Kapitalanlage aus?

Kapitalanlage Edelmetalle

An Anlageprodukten mangelt es den Versicherungen dabei nicht. In Zeiten drohender Inflation setzen auch viele Sparer wieder verstärkt auf Edelmetalle wie Gold, Platin und Silber als stabile, weil physisch vorhandene, Kapitalanlage. Reihenhäuser in ostdeutschen Kleinstädten finden dagegen heutzutage keine Abnehmer mehr, haben sie sich doch eher als Geldvernichtungsmaschine denn als lukrative erwiesen.

Dieser kurze Ausflug in die Welt des Investierens und Sparens macht deutlich, dass es keine eindeutige und pauschale Antwort auf die Frage, was denn die beste Geldanlage sei, geben kann. Und um jeden Finanz- bzw. Anlageberater, der ihnen verspricht, dass er garantiert die beste Kapitalanlage für sie hätte, sollte sie einen großen Bogen machen.

Kurzfristiger Erfolg vs. langfristige Strategie

Denn für eine langfristige Kapitalanlage müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. So sollte – ehe man sein schwer verdientes Geld fremden Menschen anvertraut – man sich folgende Fragen stellen und diese auch beantworten: Will man kurzfristig und schnell Kapital vermehren oder strebt man eine langfristige, stabile, finanzielle Absicherung für das Alter an? Wie sieht die eigene derzeitige, momentane, finanzielle Situation aus? Befindet sich genug Kapital auf der hohen Kante, das man auch für spekulative Kapitalanlagen einsetzen könnte oder reicht es gerade so für den täglichen Lebensunterhalt wie Miete, Essen, Auto und Strom? Hegt man ein Interesse dafür, sich um die eigene Kapitalanlage zu kümmern, oder will man sich die restliche Zeit nicht mehr damit beschäftigen? Hat man überhaupt schon eine Art der Altersvorsorge für sich eingerichtet oder fängt man quasi bei null an? Existiert beispielsweise eine betriebliche Altersvorsorge oder eine ausreichende gesetzliche Rentenversicherung, dann kann die eigene Kapitalanlage ganz anders aussehen als, wenn man noch gar keine finanziellen Säulen errichtet hat. Wie sieht die eigene persönliche Situation im Hinblick auf eine Kapitalanlage aus: Hat man Familie, Kinder oder andere Personen, für die man langfristig sorgen muss.

Risiko und Rendite

Die beste Kapitalanlage ist diejenige, die bei geringsten Risiken die höchste Rendite bringt. Diese beiden Faktoren gilt es immer zu berücksichtigen. Jedoch ist in letzter Zeit noch eine dritte Komponente hinzugekommen: das Gewissen. Man will seinen Profit nicht mit Konzernen erwirtschaften, die schmutzige Sachen machen wie Waffenhandel, Schwerindustrie und Chemie, um nur einige zu nennen. Stattdessen ist es vielen Anlegern wichtig, mit ihrer Kapitalanlage nachhaltig und ökologisch sinnvoll zu investieren.

Kapitalanlage Green Energy

So boomen derzeit auch vor allem sog. Öko-Investments in Solarparks, Solaranlagen, solar-thermische Kraftwerke, Windräder und Windenergieparks, Offshore-Windkraftanlagen und nicht zuletzt auch Biogasanlagen, die vor allem für Landwirte eine neue Kapitalanlage darstellen. Leider verweisen Experten oft darauf, dass die ökologisch korrekte Investition nicht immer die beste Kapitalanlage darstellt. Die Strukturen und Marktmechanismen bei den Erneuerbaren Energien sind noch nicht so tragfähig, dass aus jeder guten Idee eine prosperierende Firma erwächst, die für die nächsten zwanzig Jahre Renditen von über 10% erwirtschaftet. So kann es für das Ziel, für sich die beste Kapitalanlage zu entwickeln, durchaus Sinn machen, auch auf ein paar Old-school-Industrien zu setzen, damit so ein ausgeglichener Investitionsmix zustande kommt.

 

Text: Stefan Benaburger