Bausparen

Bausparen: des Deutschen liebste Geldanlage

: des Deutschen liebste Geldanlage

Bausparen ist noch immer der Deutschen liebste Geldanlage. Neben der Lebensversicherung gilt der als gleichbedeutend mit einer soliden und einem kleinen Polster für den Ruhestand.

Verbindet Generationen

Es ist bei Familienfesten immer noch sehr beliebt, dass die Großeltern oder Onkel und Tanten den Enkeln und Neffen Bausparverträge schenken, deren Anlagehorizont meist zwischen zehn und 15 Jahren liegt. Gerne auch mit dem Zusatz, dass die Kleinen sich nach dem Erwerb des Führerscheins gleich ein Auto von dem, was der Bausparvertrag erwirtschaftet hat, anschaffen können. Kein Wunder, dass das Bausparen von der Regierung so gerne gefördert wird, gilt doch jeder abgeschlossenen Bausparvertrag als Investitionsprogramm in die Zukunft.

Zu Unrecht verschmäht

Ende der Neunziger galt Bausparen als eine etwas altbackene Methode der Kapitalbildung und als eine Eichhörnchentaktik bei der Immobilienfinanzierung, gab es doch auf dem Finanzmarkt so viele andere, schillernde Anlagemöglichkeiten. Schnelles Geld wurde mit der Investition in riskante Aktien- und Immobilienfonds versprochen. Jeder Anleger ein kleiner Broker und Trader.
Doch seit der Immobilienpleite in den USA, dem Exodus der Lehmann Brothers und den dadurch ausgelösten Erschütterungen im internationalen Banken- und Finanzwesen erkennen viele Anleger, dass man den großmundigen Versprechen der Anlageberater nicht mehr trauen sollte. Schnelles Geld und hohe Gewinne gibt es eben nur in Verbindung mit hohen Risiken. Keine guten Aussichten für potentielle Häuslebauer.

Seriöse Bausparkassen

So hat seit zwei, drei Jahren eine Renaissance der bodenständigen, soliden Geldanlagen stattgefunden und der Bausparvertrag wurde wieder ein beliebtes Mittel zur Kapitalbildung. Denn die Verbraucher haben festgestellt, dass die Bausparkassen solide gewirtschaftet haben und zu auch unerschütterlich zu ihren Kreditzusagen stehen.
Für 2011 kommt noch hinzu, dass die Gefahr einer steigenden Inflation droht und damit verbunden höhere Kreditzinsen. Daher finden es viele Anleger attraktiv, sich jetzt mit einem Bausparvertrag die guten Zinsen und attraktiven Konditionen für die nächsten 20, 30 Jahre festschreiben zu lassen.

Energetische Sanierungen beflügeln den Bausparvertrag

Die Banken rechnen mit einer weiteren Zunahmen bei dem Produkt Bausparvertrag im Rahmen der vorgeschriebenen energetischen Sanierung alter Wohnsubstanz durch den Gesetzgeber. Denn Bausparen eignet sich hervorragend für die Finanzierung der Energie-Sanierungen von Gebäuden. Spezialisten haben errechnet, dass sich eine Energiesanierung im Durchschnitt zwischen 30.000 und 40.000 Euro bewegt. Setzt man dazu den durchschnittlichen Bauspar-Ertrag von 32.000 Euro in Relation, so sehen auch Unkundige, dass diese beiden ganz gut zusammenpassen.
Finanzexperten denken oft noch weiter in die Zukunft und sehen in dem altersgerechten Umbau von Millionen von Häusern und Wohnungen ein riesiges Potential an Investitionen zu deren Deckung wiederum der Bausparvertrag ein optimales Mittel darstellt.

Genaues Nachrechnen lohnt

Schließt man einen Bausparvertrag ab, so sollte man damit auch tunlichst ein Häuschen bauen oder Wohneigentum erwerben. Denn wird dieses Vorhaben aufgegeben und das Bauspardarlehen nicht in Anspruch genommen, dann kann man mit einem Bausparvertrag leider auch etwas alt aussehen. In einem solchen Fall vermindert sich die Guthabenverzinsung erheblich und die Verwaltungskosten würden die Prämie aus dem Bausparvertrag komplett auffressen.

 

Text: Stefan Benaburger