Baufinanzierung

Das Thema stellt sich für viele nur einmal im Leben, daher sollte man alles richtig machen, will man nicht Jahrzehnte später noch draufzahlen. Folgendes ist entscheidend: Konditionen müssen stimmen! Lässt man sich dabei über den Tisch ziehen oder vertraut inkompetenten Finanzberatern, dann hat man keine Freude an seinem Häuschen.

Baufinanzierung: die Konditionen müssen stimmen

Baufinanzierung: die Konditionen müssen stimmen

Günstige Zinsen sichern

Derzeit sind die Konditionen so kundenfreundlich wie schon lange nicht mehr. Wer bereits im vergangenen Jahr, besonders in der zweiten Jahreshälfte, eine Baufinanzierung abgeschlossen hat, hat äußerst niedrige Konditionen im Vergleich zu den Vorjahren vorgefunden. Die aktuellen Bedingungen für Baufinanzierungen sollten daher schnellstmöglich gesichert werden, denn noch niedrigere Zinsen erscheinen kaum mehr realistisch. Daher zeigt die Tendenz wieder nach oben, ein Zinsanstieg im Jahresverlauf ist zu erwarten. Diejenigen, die über Abschluss einer Baufinanzierung nachdenken, sollten sich deshalb die derzeitigen Vorteile sichern und von den historisch niedrigen Zinsen profitieren.

Ziele der Baufinanzierung

Ehe Sie Ihre Bank oder einen Berater aufsuchen, sollten Sie Ihre Hausaufgaben erledigen und für sich im Vorfeld einige Fragen klären: Was ist das Ziel Ihrer Baufinanzierung? Der Kauf einer bestehenden Immobilie? Der Kauf eines Neubaus? Die Finanzierung eines Neubaus? Handelt es sich um eine Umbau oder eine Modernisierung oder dient die Baufinanzierung wegen guter Konditionen zur Kapitalbeschaffung für andere Zwecke.

Nutzung ihrer Immobilie

Entscheidend ist darüber hinaus die Art der Immobilie: Handelt es sich um eine Eigentumswohnung? Um ein Ein- oder Mehrfamilienhaus, ein Reihenhaus oder erstmal um das Grundstück? Langfristig sind für die Konditionen der Baufinanzierung die Nutzungsvorhaben ausschlaggebend. Das heißt: Wird die Immobilie eigen- oder fremdgenutzt? Wird sie vollständig oder nur teilweise vermietet?

Wohn-Riester

Sehr wichtig für die Baufinanzierung-Konditionen ist seit einigen Jahren die staatliche Förderung, sprich: Wohn-Riester. An Angeboten herrscht kein Mangel, denn rund 5000 Förderprogramme bieten Häuslebauern, Sanierern und Modernisierern finanzielle Hilfe. Der Staat springt mit zinsgünstigen Darlehen bei und seit 2009 auch noch mit der Eigenheimrente, vulgo „Wohn-Riester“. Wer bei der Baufinanzierung nichts verschenken will, sollte sich die Mühe machen und die Angebote einmal durchforsten. Der Staat unterstützt Häuslebauer vor allem über die KfW-Förderbank. Jedermann und jede Frau, die mittels einer Immobilie für das Alter vorsorgen wollen, erhalten zinsgünstige Darlehen – unabhängig vom sonstigen Einkommen. Die einzige Kondition für diese günstige Art der Baufinanzierung ist, dass man die Immobilie auch selbst nutzt. Falls nicht, muss man die Fördermittel wieder zurückzahlen.

Genügend Eigenkapital

Doch trotz aller Fördermöglichkeiten bleibt bei der Baufinanzierung trotz optimaler Konditionen eine Voraussetzung unerlässlich: Etwas Eigenkapital muss vorhanden sein. Je größer der Anteil an Eigenkapital ist, desto kleiner fällt der Hypothekenzins aus. Somit macht es also durchaus Sinn, dass man ein zwei Jahrzehnte anspart, bis man an die große Immobilie denkt. Der Bausparvertrag, das klassische Instrument der Baufinanzierung, besteht aus einer Anspar- und einer Auszahlungsphase. Daneben gibt es beispielsweise auch das Instrument der Eigenheimversicherung. Dabei handelt es sich um eine Art Kapitallebensversicherung, die man möglichst schon in jungen Jahren abschließen sollte.

Experten kontaktieren

Es gibt also zahlreiche Varianten, die die Konditionen einer Baufinanzierung verbessern und vielen die Option für eine eigene Immobilie eröffnet. Allerdings ist die Materie so komplex, dass es sich lohnt, einen professionellen Berater zu engagieren.

 

Text: Stefan Benaburger